Donnerstag, 17. April 2014

Michael M. Turner - Der Gottbettler

Klappentext:
Er überzieht die Welt mit Krieg, um ihr den Frieden zu bringen

Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden.
Textquelle: amazon

Zur Handlung:
Der Magierlehrling Pirmen wird von seinem Meister, Larex, ausgesandt um den Mann mit den goldenen Augen zu suchen. Dieser Mann ist zusammen mit dem stummen Jungen die einzige Waffe gegen den Gottbettler. Der Gottbettler will die Welt vereinen, indem er alles zerstört und dann wieder alles aufbaut und Frieden herrschen lässt unter seiner Herrschaft. Rudynar Pole war damals der Linke von Metcairn Nife, dem Heerführer, bis er darüber nachdachte ob es das Richtige ist was der Gottbettler tut. Er taucht unter und will alles vergessen, was er getan hat, denn er wahr ein brutaler Kämpfer und kannte keine Gnade. Rudynar Pole wird zum Säufer bis er Pirmen trifft. Terca ist eine uralte Hexe. Sie klettert jeden Tag in die Wand (soetwas wie eine Klippe oder Schlucht) "um zu vergessen". Doch dann erfährt sie von einer Prophezeiung und das Schicksal lässt sie, Pirmen und Rudynar Pole zusammentreffen. 

Meine Meinung:
Das Cover passt perfekt zu der Geschichte. Ich finde es immer schön, wenn ein Cover einen Zusammenhang mit der Geschichte hat. 
Erstmal zu den Charakteren, diese könnten nicht unterschiedlicher sein. Der Autor hat vielseitige Charaktere enstehen lassen nicht nur solche 0815 Protagonisten, was ich immer gut finde an einer Geschichte. Mir wurde keiner dieser Personen richtig sympathisch aber am Meisten hat mich Pirmen genervt. Am Anfang des Buches bemitleidet er sich die ganze Zeit selbst und dann wird er ein mit Zorn erfüllter Magier, was noch schlimmer war als das Bemitleiden. Rudynar Pole tat mir sehr leid. Er war dieser Anti-Held, denn durch diese Prophezeiung musste er den Helden spielen, was er eigentlich nicht wollte sondern er wollte nur seine Ruhe oder den Tod. Terca ist, von den ganzen Charakteren, bei mir das größte Fragezeichen, weil man eben von ihrer Vergangenheit am Wenigsten erfährt dabei hätte ich das gerne. Die Charaktere machen im Laufe der Geschichte einen Wandel durch so ändert sich Metcairn Nife vom Heerführer der stur das tut was er tun soll zu einer Person, die sich frägt ob es überhaupt richtig ist was der Gottbettler macht. Was mir etwas weniger gut gefallen hat war der Gottbettler selbst. In der ganzen Handlung wurde er als böse und unberechenbar beschrieben und heraus kam ein Mensch, der nicht mehr ganz dicht im Kopf ist. Ich hätte mir ein bisschen mehr von diesem Charakter erwartet.
Die Handlung ist extrem gut geschrieben.  Es gibt kein richtiges Gut und Böse in diesem Buch. Ich finde diesen Schreibstil unglaublich gut, die Seiten sind nur so dahin geflogen, auch wenn die Kapitel so extrem lang waren. Es ist so unglaublich "realistisch" (was man bei Fantasy eigentlich nicht wirklich sagen kann),  und spannend geschrieben verknüpft mit Verrat und Brutalität.
Ich empfehle jedem Fantasy-Liebhaber dieses Buch. Für manche könnte es aber eine Spur zu Brutal sein, weil eben auch mal Menschen zerstückelt werden. Es ist nicht für jederman geeignet trotzdem würde ich es wieder lesen.

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